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Der weibliche Zyklus ☾

Wusstest du, dass Hebammenarbeit vor einer Schwangerschaft beginnt?


Hebammen haben eine wichtige Rolle in der Gesundheitsförderung und Prävention, indem sie bereits Mädchen und Frauen über Themen wie den weiblichen Zyklus informieren. Dieses Wissen dient der Ermächtigung, den eigenen Körper in der Physiologie zu verstehen, erst so können Abweichungen wie Symptome oder Krankheiten erkannt werden. Zudem hilft das Verständnis bei der Verhütung bzw. bei einem Kinderwunsch.


Es überrascht mich immer wieder, wie viele Frauen und Männer über wenig bis kein Wissen über den weiblichen Zyklus verfügen. Ja, ich finde in der heutigen Zeit können sich auch Männer darüber informieren, denn früher oder später betrifft es die meisten. Spätestens wenn jemand sexuell aktiv ist, sollte es in dessen Interesse sein über die Wirksamkeit von Verhütungsmethoden oder die fruchtbaren Tage bescheid zu wissen.



"Ich bin überzeugt, dass Körperbewusstsein die beste Prävention ist. Gleichzeitig wird unser Selbstbewusstsein und damit die Selbstliebe gesteigert."



Spannende Fakten und Tipps zum weiblichen Zyklus:


  • Etwa 500x im Leben hat eine Frau über ca. 40 Jahre ihre Menstruation, die Summe der einzelnen Blutungstage entspricht ungefähr 10 Jahren.

  • Rote Tage = rote Zahlen? Menstruationsprodukte kosten die Frau in ihrem Leben ca. 18-20`000 Franken. Diese Summe inkludiert Hygieneartikel, Schmerzmedikamente und was Frau sonst noch benötigt in dieser Zeit.

  • Nachhaltige Periode? Die Menstruation verursacht einen Müllberg. Nachhaltige und kostensparende Möglichkeiten sind Cups (Periodentassen) oder Periodenunterwäsche - sehr empfehlenswert und praktisch bei Sport, Reisen und Arbeit!

  • Einen Zykluskalender, sei es mittels App oder auf Papier, empfehle ich allen Frauen und jungen Mädchen. Es lohnt sich nicht nur den Beginn und die Dauer der Blutung sondern auch einzelne Symptome zu notieren. So können Muster erkannt und der eigene Körper besser verstanden werden. Eine Frau kann bewusster auf ihre Bedürfnisse eingehen, wenn sie die individuellen Stärken und Schwächen der einzelnen Zyklusphasen kennt. Bei jungen Mädchen hilft das Notieren, die Menstruation als einen normalen Vorgang im Körper einzuordnen.

  • Die Zyklusdauer beträgt nicht immer 28 Tage und wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst wie z.B. psychische Gesundheit, Ernährung, Schlaf oder das Reisen in Länder mit anderem Klima. Ein normaler Zyklus kann zwischen 26 und 32 dauern und muss nicht regelmässig sein. Wenn du schwanger bist kann sich deine Zyklusdauer auf den Geburtstermin auswirken, denn dieser wird normalerweise mit einem 28 Tage Zyklus berechnet..

  • Der Eisprung findet nicht genau am 14. Tag statt - eher zwischen Tag 8 und 20. Bei jeder Frau und auch jedem einzelnen Zyklus kann der Tag variieren. Spermien überleben ca. 5 Tage im Körper der Frau.. das Ei nur 24 Stunden - der Grund für mehrere fruchtbare Tage, die jeweils im Zykluskalender angezeigt werden! Somit kann eine Frau mit frühem Eisprung durchaus bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr Mitte/Ende der Periode schwanger werden!

  • Nach einer Geburt kann der Zyklus zwischen 4 Wochen bis 1.5 Jahre wieder starten. Die Ursache ist das Stillhormon Prolaktin, welches das Reifen der Eizelle verhindert. Der „Mythos“, dass bei stillenden Frauen ein Empfängnisschutz gegeben sei ist demnach teilweise richtig und doch nicht sicher: bereits längere, mehrstündige Stillpausen können einen Eisprung auslösen. Achtung: Der Zyklus startet nicht wie im Kalender mit der Periode. Vor der Periode findet grundsätzlich immer ein Eisprung und somit eine fruchtbare Phase statt.. „Tag 1 = Periode“ und nicht Eisprung kommt daher, dass der Start der Periode ein sicheres Zeichen für jede Frau ist und nicht viele Frauen ihren Eisprung wahrnehmen.

  • Das prämenstruelle Syndrom (PMS) ist kein Mythos. Viele Frauen leiden unter den hormonell bedingten Symptomen in den Tagen oder Wochen vor dem erneuten Zyklusbeginn. Sprich mit deinem/r Gynäkologe/in darüber. Akupunktur oder alternative Medizin wie Tinkturen oder Tee’s können eine gute Unterstützung bieten.

  • Sport und Zyklus? Die hormonellen Veränderungen haben nicht nur auf die Psyche sondern auch auf den Körper einer Frau einen enormen Einfluss. So kann eine Frau während der fruchtbaren Phase körperliche Höchstleistung erbringen. In der Zeit vor der Menstruation hingegen ist die Verletzungsgefahr aufgrund von dem erhöhten Hormon Progesteron ausgeprägt, welches Bänder und Muskeln weicher/dehnbarer macht. Deshalb empfiehlt sich in dieser Zeit, wie auch während der Menstruation auf Bewegung in Form von Yoga/Pilates zurückzugreifen.

  • Der Zyklus kann mit den Jahreszeiten verglichen werden; Zyklustag 1-7 entspricht dem Winter, eine Zeit des Rückzugs, in der Frau sich oft Ruhe und Gutes gönnt. Der innere Frühling benennt Tag 6-13 im Zyklus. Wie auch in der Natur ersichtlich, spriessen Blüten in Form von Ideen und Gedanken. Die Frau kehrt langsam nach aussen und zu sozialen Kontakten / Veranstaltungen zurück. Der Sommer beschreibt die fruchtbare Phase im Zyklus mit Tag 14-22. Die Kreativität und Energie ist hoch, die Frau lebt vor allem im Aussen. Die Natur funktioniert im Sinne der Fortpflanzung, somit ist die Empfängnis für Liebe und Zuneigung während diesen Tagen sehr ausgeprägt. Der Herbst beendet den Zyklus mit den Tagen 23-ca. 32. Die Zeit steht für das Loslassen und die Sensibilität. Die Gedanken sind klar und die Zeit regt zur Reflexion an.

  • Was hat der weibliche Zyklus mit dem Mondzyklus gemeinsam? Als Frauen noch naturverbunden lebten, kam der weibliche Zyklus dem des Mondes gleich. Beide Zyklen dauern etwa gleich lang. Die meisten Frauen menstruierten während dem Neumond in der Dunkelheit und waren während den hellen Nächten des Vollmondes fruchtbar. Einige Frauen sind heute noch mit dem naturgegebenen Zyklus synchron. Wie der zunehmende und abnehmende Mond ist unser eigener Körper ein Teil dieses Naturphänomens. Der menschliche Organismus kann auf rasante Veränderungen der Schwerkraft reagieren und langsame, periodische Gravitationsveränderung wahrnehmen. Zu diesem Fazit gelangte ein deutsches Forschungsteam. Durch Lichtverschmutzung und weitere Umwelteinflüsse kommt die innere Uhr aus dem Gleichgewicht und diese Simultanität fällt oftmals der modernen Welt zum Opfer.

Hast du Fragen zum Thema oder suchst als Lehrer/Lehrerin für deine Klasse eine Hebamme, die Wissen rund um den weiblichen Zyklus teilt? Melde dich gerne per E-Mail unter curafemme@gmail.com bei mir!

 






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